EIN BÜCHLEIN ZUM SCHMUNZELN FÜR KRANKE & GESUNDE

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EIN BÜCHLEIN ZUM SCHMUNZELN FÜR KRANKE & GESUNDE

Beitrag  mieze am So Mai 03 2009, 16:42

EIN BÜCHLEIN ZUM SCHMUNZELN

FÜR

KRANKE & GESUNDE


DIE GENESIS AUS DER
SICHT EINES BAYERS




Vorwort
In memoriam Walter W.
Walter W. wurde am 15. 2. 1945 in Winterberg,
Kreis Prachatitz, CSSR, geboren.
Viele Talente wurden ihm in die Wiege gelegt. Die Liebe zur Natur, das Malen und Photographieren von Blumen und Wild waren später seine liebsten Beschäftigungen in seiner Freizeit und im Urlaub. Seine Volksschulzeit verbrachte er in Amberg. Danach führte ihn der Weg mit seiner Familie nach Rheinhessen, in die Nähe von Mainz, wo er seinen Beruf als Ingenier für Heizungstechnik erwarb, und 4 Jahre bei der Bundeswehr diente.
Bereits mit 16 Jahren hatte er den Jagdschein in der Tasche. Er wurde ein sehr passionierter Jäger, dem die Hege von Wald und Wild sehr am Herzen lag. Im Laufe seiner aktiven Jagdausübung erhielt er mehrere Anerkennungsurkunden für besondere Verdienste für das Jagdwesen. Nach unserer Heirat, im April 1975 kam er wieder in seine Oberpfälzer Heimat zurück.
Im August 1982 zeigten sich die ersten Symptome der Krankheit „Multiple Sklerose". Bereits im Dezember konnte er seinen Beruf nicht mehr ausüben, denn die Beine wollten nicht mehr gehorchen. In den nächsten Jahren verschlechterte sich sein Zustand. 1985 war er auf den Rollstuhl angewiesen. Zu der Zeit wurde er von schlimmen Nervenschmerzen noch verschont. So verzagte er deshalb nicht, sondern akzeptierte seine Krankheit und kämpfte nicht dagegen an. Er verbrachte trotz allen Mühen und Schwierigkeiten bei der Bewältigung des täglichen Lebens zufriedene Jahre!
Er schrieb unzählige Artikel für eine große Jagdzeitschrift und wenn möglich, fuhren wir in „sein" Revier. Aufgrund seines schriftstellerischen Talentes ermunterte ich ihn des öfteren, ein Jagderlebnisbuch zu schreiben. So faßte er in den letzten drei Monaten seines Lebens, im Herbst 1993 den Entschluß, „ein Büchlein für Kranke zum Schmunzeln" zu verfassen.
Für den bettlägerigen Kranken war dies eine besondere Herausforderung, die ihn alle Mühsal vergessen ließ! Aber zu meinem Erstaunen waren seine Kapitel keineswegs jagdlichen Inhalts! Zu Weihnachten 1993 sollte das Manuskript fertig sein. Mit Hilfe „unseres" damaligen Zivildienstleistenden bei der ambulanten Caritas-Krankenpflegestation, des frisch gebackenen Abiturienten, Herrn Thomas Luft und dessen Freund, Herrn Andreas Wagner, konnte dieser Wunsch erfüllt werden. Andreas Wagner gestaltete spontan die Karrikaturen dazu.
Ihnen gilt mein besonderer Dank!

Wer sein junges Leben mit dieser schweren Krankheit so humorvoll, tolerant und geduldig meistert, verdient Hochachtung!
So wird uns Walter W. stets ein Vorbild sein und in bester Erinnerung bleiben.
Am 26. Dezember 1993 verstarb er im Beisein von Jagdfreunden und seiner Familie völlig unerwartet an den Folgen seiner Krankheit.
Barbara W.

mieze

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Re: EIN BÜCHLEIN ZUM SCHMUNZELN FÜR KRANKE & GESUNDE

Beitrag  mieze am So Mai 03 2009, 16:44

Die Genesis
aus der Sicht eines Bayern



Kapitel I - Die Dienstreise


Der Weltall. Unendliche Weiten. Zwei Außendienstengel machen während einer Dienstreise auf einer weißen Haufenwolke Brotzeit.
Jeder der beiden packt das Mitgebrachte aus. Nachdem sie den letzten Brocken Gselchts mit einem kräftigen Schluck Zoigl owegschwemmt haben, entdeckt einer der beiden unter ihnen einen riesigen blauen Planeten, den sie bei ihrem Anflug nicht sehen konnten, da er mit Nebel verhüllt war.

Bild

Engel Xaver: Hoscht des gseha?! ! ! ! !
Engel Hans: Wos?
Engel Xaver: No, da drunda.
Engel Hans: Moinst du den Nebel dou drunten?
Engel Xaver: Der ischt doch weag.
Engel Hans: Mensch, äitz siches a ! ! !

Doch da die beiden noch nie etwas Vergleichbares gesehen haben, brauchten sie einige Zeit, um das Gesehene zu verarbeiten. Nach einiger Zeit begann es in den Gehirnwindungen der beiden, soweit vorhanden,
zu knistern.

Engel Hans: Stell da amal vor, dou a Ferienheim; und jeds
Johr amal asspanner dou,
des war doch wos, oder?
Engel Xaver: Recht hoscht, des wär ebesch!
Ober jetz schlofe erscht a bissele.
Geah flaka di naa! ! !

Kurze Zeit darauf. Rch ... rch . rch ... rchrrrch ... rch . rch . rch ... rch . . Unruhig wälzt sich Hans von einer Seite auf die andere. Die Idee mit dem Ferienheim geht ihm nicht aus dem Kopf. Wenn man da noch einen ganzen Freizeitpark dazubaut, das wär doch was. Plötzlich schreckt Hans hoch, schaut auf seine Uhr und versucht seinen schnarchenden Kollegen zu wecken.
Engel Hans: Woist du wia spat des is ???
Engel Xaver: Herrgottle, warum weckscht mi denn net
Früher ? Iner halben Stund müsse mir doch zum

Halleluija singa daham sein.
Und voll speed entschwebten sie auf ihrer Dienstwolke.

mieze

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Re: EIN BÜCHLEIN ZUM SCHMUNZELN FÜR KRANKE & GESUNDE

Beitrag  mieze am So Mai 03 2009, 16:51

Kapitel II - Die Idee


Noch rechtzeitig vorm Halleluijasingen, melden sie sich zurück.
Nach Erledigung dieser Pflicht schreiben sie noch vor dem Schlafengehen den Reisebericht für ihre Dienstreise:

Während unserer Dienstreise bemerkten wir einen Planeten,
der äußerlich einer blauen Kugel gleich war.
Der Umfang dieses Planeten beträgt mit unseren Instrumenten gemessen etwa 40 000,01537 LM.
Er besteht nach vorläufigen Ergebnissen aus durchsichtigen, salzigen und flüssigen Substanzen.
Nach unserer Meinung müßte es möglich sein, den Planeten nach Absenkung des Flüssigkeitstandes und den dadurch entstandenen festen Bestandteilen zu begrünen und an geeigneter Stelle ein Ferienheim zu errichten. Somit sind die uns aufgetragenen Aufgaben erledigt worden. Als Lebewesen haben wir nur Einzeller angetroffen und primitive Arten von Algen.
Am folgenden Tag legen die beiden, Hans und Xaver, ihren Reisebericht ihrem Vorgesetzten zur Gegenzeichnung vor.
Dies war nötig, um aus der Reisekasse ihre Spesen ersetzt zu bekommen. Damit war die ganze Angelegenheit für die beiden Außendienstengel erledigt.

670 Etagen höher, im 777. Stock des Planungs- und Verwaltungsgebäudes geht der Chef, ein älterer Herr mit angegrauten Schläfen, silbernem Vollbart und langem wallendem, grauen Haar mit wiegenden Schritten vor
seinem Schreibtisch auf und ab. An seiner Mimik kann man deutlich erkennen, daß er angestrengt über etwas nachdenkt. Ruckartig bleibt er vor seinem Sekretärengel stehen.

Boß: Es wäre an der Zeit ein neues Projekt zu beginnen. Mensch, Meier, machen Sie sich doch mal
Gedanken darüber, was wir als Nächstes beginnen sollten. Übrigens, was macht denn eigentlich der Milchstraßenbau?

Meier: Soweit ich wisset, müßte sich das Projekt kurz vor dem Abschluß befinden.

Boß: Ach, liegen eigentlich die Pläne für das Projekt ...
Die Arbeit würde ja so viel Spaß machen,
wenn die anderen uns nicht ständig
Knüppel in die Beine werfen würden.
Aber das soll uns nicht von neuen Projekten abhalten.

Der Sekretärengel Meier wird aus dem Büro des Chefs entlassen. Mit einer zackigen Kehrtwendung tritt er ab. Der Boß setzt sich in seinen bequemen Ledersessel und läßt sich vom Vorzimmerengel die Süddeutsche bringen.
Boß: Ah, veranlassen Sie bitte, daß künftig alle
Reiseberichte von meinem Sekretär gegengezeichnet
werden.

Unterdessen läuft der Reisebericht seinen Dienstweg ab, aber in der Form, daß jeder Vorgesetzte von der Idee begeistert ist, ihn wieder neu verfaßt, mit seinem Namen versieht und ihn an die nächsthöhere Instanz weitergibt.

Nach Durchlauf der zuständigen Instanzen, gelangt der Bericht nun endlich auf den Schreibtisch des Vorzimmerchefs.
Der Sekretär Meier steckt alle wichtigen Schreiben in eine Postmappe und legt sie dem Boß vor.

Meier: Entschuldigung Chef, ich möcht Sie drauf hinweisen, daß im Fach drei ein interessanter Reisebericht für Sie dabei ist.

Routinemäßig gelangweilt, nimmt er den Reisebericht und überfliegt ihn. Er will ihn gerade wieder zurücklegen, als er innehält, seine buschigen Augenbrauen zusammenzieht und ihn nochmals durchliest; diesmal genauer. Die Augen des Boß beginnen zu leuchten, er erhebt sich von seinem Stuhl, geht um den Schreibtisch herum und stellt sich vor dem Sekretär auf. Der Boß schlägt mit dem flachen Handrücken auf den Reisebericht.

Boß: Da, lesen Sie mal! - Mensch, Meier, Überlegen Sie doch mal!

Meier:Ja, ja.
Boß: Mensch, Meier, das ist doch die Lösung, das ist unser zukünftiges Projekt.

Meier: Ahhhhh! ! ! ! Jaaaa! ! !
Boß: Na, endlich, begreifen Sie, was ich sagen will. Organisieren Sie doch schnellstens eine Konferenz.

mieze

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Re: EIN BÜCHLEIN ZUM SCHMUNZELN FÜR KRANKE & GESUNDE

Beitrag  mieze am So Mai 03 2009, 16:56

Kapitel III -Das Bürohochhaus an der Schlüsselblumenallee



Aus bautechnischen Gründen müssen in jedem Hochhaus Untergeschosse eingeplant werden; so auch hier. Wegen der enormen Kosten des Gebäudes, in Höhe von 136 130 001 313 StT (Sterntaler), mußten alle Flächen als Gewerberäume genutzt werden, um die anfallenden Kosten zu decken.
Die Untergeschosse wurden deshalb vermietet.
Mieter war ein Konzern, dessen Angestellte aus zweifelhaften Milieu stammten. Der Chef dieses Betriebs war der ehemalige Sektionsleiter im 776. Stock, der wegen Unterschlagung, Bereicherung im Dienst und übler Nachrede vom Boß fristlos gekündigt wurde. Aus Trotz gründete er eine neue Firma und warb noch seine ganze ehemalige Abteilung ab. Darüberhinaus nahm er noch eine ganze Menge von Betriebsgeheimnissen mit.
Das Untergeschoß war auf eine ganz idividuelle Art und Weise eingerichtet. Der Fußboden bestand aus Kopfsteinpflaster aus Basalt, da dieser robuster als der vorherige Parkettboden war. Die schwarzen Gesellen,
Lehrlinge und Meister dieses Betriebs haben nämlich die Angewohnheit, zum Ausdruck ihres Vergnügens mit ihren Pferdenfüßen auf den Boden zu trampeln und sich dabei die dreckigen Hände zu reiben.
Der Betrieb war sehr vielfältig gegliedert.
Es gab beispielsweise eine Kantine mit dem Namen „Schwemme", bei der auch während der Dienstzeit ausschließlich Schnaps ausgeschenkt wurde. Sie war ständig überfüllt. Säuerlicher Geruch und stechender Pferdegestank lagen ständig in der Luft. Zur einfacheren Reinigung der Kantine war sie mit Gullys ausgestattet. Beleuchtet war die „Schwemme" mit dunklen Petroleumlampen, die allerdings wenig bewirkten, da sie wegen des dichten Tabakqualms nichts ausrichteten.
Beförderungen wurden grundsätzlich mit alkoholischen Getränken gefeiert. Ein gewisses Ausnahmeritual schrieb vor, daß der Bewerber eine Flasche Schnaps ratzeputz auf einen Zug leeren mußte. Eine rohe Zwiebel mußte er anschließend verzehren.
Ferner befand sich eine Hufschmiede, zum Beschlagen und Nachschneiden der Hufe. Auf der gleichen Ebene befand sich ein Friseursalon, der darauf spezialisiert war, verbogene Hörner nachzudrehen und mit der Brennschere Frisuren nachzubrennen.
Im letzten Winkel dieses Stockwerks war eine winzige Kammer, von der aus der sogenannte „kleine Lauschangriff' gestartet wurde. Einer der üblen Gesellen mußte ständig an einem Tisch sitzen und, falls er des Schreibens kundig war, vernommene Gespräche aufzeichnen. Plötzlich gab der Bereitschaftsfunker seinen Kollegen ein Handzeichen zum Ruhigsein.
Funkulus: Sads amal stad! ! ! Ich hör ja nix.
Dann begann er eifrig auf einem alten Butterbrotpapier etwas aufzuschreiben. Anschließend sprang er auf und verschwand mit dem Blatt Papier im Chefbunker.
Als Funkulus in den Chefbunker eintrat, unterbrach er gerade die Gymnastikstunde des Chefs:
Däumchendrehen.
Funkulus schlägt den einen Huf gegen den anderen, salutiert, erstattet Meldung und wartet auf weitere Order. Die sonst kaninchenroten Augen des Chefs quollen aus den Augenhöhlen und leuchteten dunkelrot.
Aus Freude trank er eine Flasche Schnaps und zündete sich eine billige Havanna an. Er befahl, daß alle Abteilungsleiter sofort zu ihm zu einer Sonderkonferenz sich einzufinden hätten.


mieze

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Re: EIN BÜCHLEIN ZUM SCHMUNZELN FÜR KRANKE & GESUNDE

Beitrag  mieze am So Mai 03 2009, 17:00

Kapitel IV - Der Beschluß



In einem großen, mit Holz ausgetäfelten Spiegelsaal, haben sich inzwischen fast alle Konferenzteilnehmer eingefunden. Es dauert aber noch eine geraume Weile, bis die Konferenz eröffnet wird. Ständig auf- und abschwellender Lärmpegel. Die Saaltür öffnet sich, der große Boß tritt ein. In seinem Gefolge, der Sekretarius mit Kneifer, Ärmelschoner und mit der unter den Arm geklemmten Schreibmappe.
Boß: Bitte alle wieder setzen.
Es dauert noch einige Zeit, bis jeder seinen Stuhl zurecht gerückt hat, ein Stück Papier aus der Aktentasche kramt, dem einen oder anderen noch ein Kugelschreiber auf den Boden fällt und endlich Ruhe einkehrt.
Der Sekretär des Bosses erhebt sich und tritt an das Mikrophon.
Meier: Ahhem.. !
Ich und der Chef hom beschlossen, heiteine Konferenz zu halten. Wir wollen den Vorschlag von Herrn Litzius, der Abteilungsleiter im 678. Stock ist, erörtern und uns überlegen, ob seine Idee ein geeignetes Projekt für uns ist, da unser derzeitiges Großprojekt, der Milchstraßenbau, in Kürze abgeschlossen sein wird. Es gibt einen blauen Planeten, in der Nähe von unserem letzten Projekt, auf dem es möglich wäre, ein Ferienheim mit Freizeitpark zu errichten.
Nach einiger Zeit des Schweigens beginnt die Diskussion langsam zu laufen und jeder bringt Vorschläge und Anregungen zur Umgestaltung des blauen Planeten.
Engel 1: Man könnte doch eine Bundeskegelbahn dort bauen.
Jeder tut so, als ob er über den Vorschlag nachdenken würde. Nach einer Pause folgen dann weitere Vorschläge.
Engel 2: Wie wär's denn, wenn mir dort ein Skigebiet, mit Sprungschanze bauen würden? Man könnte doch damit Dienstreisen beginnen. Also doppelter Nutzeffekt, nicht nur Vergnügen, sondern auch dienstlicher Nutzen. So eine Art
Weltraumbahnhof.
Engel 3: Ich könnte mir hier ganz toll eine Scheibenschießanlage vorstellen, da wo man jedes Jahr die Vereinsmeisterschaften austragen könnte.
Engel 4: Spinnst du, Engel und „schießen"?
Nach einiger Zeit Stille, meldet sich ein älterer Engel mit angestaubten Flügel zu Wort. Der Versammlungsleiter erteilt ihm das Wort.
Banarius: Soweit ich woiß, gibt es auf diesem Planeten kleine Lebewesen, sogenannte Amöben und ebenfalls ganz winzige Pflanzen. Ich dat song, as dene Viecher wird a Viech mit der Grundlage für a Viech, des so asschaut wia mir.
Engel 3 (leise): Der dout wieder gscheit!
Engel 5 zu Engel 6: Wos hot er gsagt?
Engel 6: Weuß i niad!
Der Boß schaut, wird bereits unruhig und schaut auf seine Zwiebel. Sofort schauen die anderen auch auf die Uhr.
Meier: Laßt's eich wos gscheits eifalln, um zwölfe gibts Manna!
Angestrengt wird über den letzten Vorschlag nachgedacht, weil die vorangegangenen schon vergessen sind.
Meier: Wenn's keine anderen Vorschläge mehr gibt, stimmer ab, wer für den letzten ist, rechter Flügel hoch! Stelle fest, einstimmig, keine Gegenstimme, keine Stimmenthaltung. Somit ist der Vorschlag drei angenommen. Wir werden als nächstes die einzelnen Planungsgruppen zusammenstellen.
Boß steht auf, geht.
Der Sekretär folgt ihm.
Boß: Mahlzeit.
alle: Mahlzeit!!!!

mieze

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Re: EIN BÜCHLEIN ZUM SCHMUNZELN FÜR KRANKE & GESUNDE

Beitrag  mieze am So Mai 03 2009, 17:05

Kapitel V - Der Chef informiert sich



Bild


Inzwischen ist einige Zeit verstrichen und die Planungsarbeiten laufen auf Hochtouren. Etliches ist zu Papier gebracht und jetzt erkundigt sich der Chef
persönlich in der Planungsabteilung nach dem Stand der Vorplanungen. Er wendet sich an den Gruppenchef.

Boß: Sagen Sie mal, Maurus, wie weit sind wir denn jetzt?
Der Boß setzt seine Brille auf, stellt sich vor ein Reißbrett und läßt sich die Vorschläge und Ideen erklären.


Bild

Boß: Was soll denn das sein?
Maurus: Das soll ein Vulkan werden.
Boß: Ah, dacht ich mir schon.

Boß geht weiter zum nächsten Reißbrett.

Boß: Und was machen Sie?
Maurus: Des soll da Nordpol wern.
Boß: Ah ja, und wer macht den Südpol?

Maurus: Das macht der Kollege am nächsten Tisch.

Boß: Und was soll diese Bauchbinde?

Maurus: Des soll der Äquator sein.

Boß: Gut, gehn wir weiter. Und das da, ist etwa ein Igel oder?

Maurus: Na, na das ist ein Kaktus.

Boß: Und was ist das lange Ding da für eine Konstruktion?
Maurus: Des is a Tannenbäumle.

Boß: Und was ist das für ein Baum?

Maurus: Das soll eine Schlüsselblume sein.

Boß: Und wo ist der Schlüssel?

Maurus: Hier drüben sind verschiedene Tiere; das eine legt Eier, das andere gibt Milch, auf dem anderen kann man reiten.

Boß: Hier kann man also drauf reiten, das gibt Milch, das legt Eier?

Maurus: Nein, die Henne gibt keine Milch, auf der Kuh kann man nicht reiten und das Pferd legt keine Eier.

Boß: Aha, auf der Kuh kann man also nicht reiten. Haben Sie wohl geglaubt ich weiß das nicht????
Boß: Ah, das ist wohl King Kong?
Maurus: Nein, das ist ein Gorilla!
Wenig beeindruckt setzt der Chef seine Begehung fort. Ein dreister Lehrbub folgt der Besichtigungskomission und will sich die ganze Zeit am Gespräch der hohen Herren beteiligen.

Maxl: Und was ist das?

Maxl miemt den großen Boß nach.

Geselle: Etz wennst niad schaust, daß'd weiter kummst. Dann hau i dir links und rechts eine eine, du Saubengel du mistiger.

Also geht Maxl wieder an seine Arbeit, aber nicht ohne dem Gesellen eine Nase nachzudrehen, als dieser wieder auf sein Zeichenpapier schaut.
Die Besichtigungskomission schreitet weiter in den nächsten Raum, in dem zwei Ingenieurengel an einem Tisch sitzten und heftig über die Nahrung der Lebewesen diskutieren.
Ing.-Engel 1: Wos moinst denn, lou ma d'Löwen a Hei fressen?
Ing.-Engel 2: Du Dappl, host duscho mal an Löwen gseng, der a Gros frißt?
Als der Boß den Raum betritt, verstummt schlagartig das Gespräch und beide hoffen vom Chef nach ihrer Arbeit gefragt zu werden, da sie sich schon eine ausgefeilte Antwort zugelegt haben.
Aber nach einem freundlichen Gruß geht der Boß weiter in den Designerraum, in dem der dürre Albrecht der Abteilungsleiter ist.
Er fixiert gerade einen Entwurf.
Der Boß möchte jetzt von Albrecht eine Reihe von Farbentwürfen vorgelegt haben.

Albrecht: Wir schauen uns hier mal eine Orchidee an.
Boß: Mensch, die Blume ist ja grün. Könnte man das nicht ein bißchen bunter machen? Ich stelle mir da so eine Art Frauenschuh vor, können Sie mir folgen?

Albrecht: Selbstverständlich Chef, wird sofort erledigt.
Wollen sie sich hier noch schnell die Farbpaletten anschauen.

Boß wirft einen kurzen Blick auf die Farbpaletten, dann auf seine Uhr.
Boß: Unter einem Himmel stell ich mir, z.B. Azurblau vor, unter Blättern chlorophyllgrün.
Albrecht: Jawohl, Chef, wird heute noch erledigt.
Boß: Gut, das war's für heute. Wiederlurger.

mieze

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Re: EIN BÜCHLEIN ZUM SCHMUNZELN FÜR KRANKE & GESUNDE

Beitrag  frecheHexe am Do Mai 07 2009, 10:48

Voll cool Miezerl... kann man sich alles so schön bildlich vorstellen Laughing
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