Teil II EIN BÜCHLEIN ZUM SCHMUNZELN FÜR KRANKE & GESUNDE

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Teil II EIN BÜCHLEIN ZUM SCHMUNZELN FÜR KRANKE & GESUNDE

Beitrag  mieze am So Mai 03 2009, 17:11

Kapitel VI - Diabolo und des Teufel 's Großmutter



Man weiß ja, wie Großmütter sind, dauernd um das Wohl ihrer Enkel besorgt und ständig darum bemüht, ihren Lieblingen jeden Wunsch von den Hörnern abzulesen. Es ist auch des Teufel's Großmutter nicht entgangen, daß ihr Enkel zur Zeit sehr beunruhigt über die Vorhaben der oberen Etagen ist. Sie beschloß also, ihrem Enkel unter die Hufe zu greifen. Sie schmuggelte sich in eine Putzkolonne ein, in der Tasche ihrer Schürze befand sich stets eine Kleinbildkamera (24 x 36 mm). Nach Dienstschluß trat sie das erste Mal in Aktion. Auftragsgemäß reinigte sie den Planungssaal und da lag, das von ihrem Enkel Gewünschte direkt vor ihrer Nase herum und lud direkt zum Mitnehmen ein. Aber da des Teufels Großmutter eine schlaue Oma war, zückte sie ihre Kleinbildkamera


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und fotografierte sämtliche Unterlagen.
Unterdessen ist im Untergeschoß ein Krisenstab zusammengetreten. Die engsten Mitarbeiter hatte der Chef zu sich befohlen. Die Luft im Chefbunker ist verpestet vom Qualm billiger Havannas. Jeder hat vor sich eine Flasche Wodka stehen. Die Luft ist zum Zerreißen gespannt. Der Chef stampft mit seinen Hufen auf den Basaltboden, daß die Funken sprühen. Plötzlich tritt ein Meldeteufel ein und flüstert dem Chef etwas ins Ohr.
Chef: Dou's owimmeln, i hob etz koi Zeit.
MT: Hobe doch Chef, ober sie sogt, sie mou unbedingt mit ihne red'n.
Chef: Also guat, sog ihr, i kumm glei.
Genervt geht er vor die Tür.
Chef: Wos is'n scho wieder Oma, i hob etz niad vül Zeit. Oma: Do schau her, wos i dir mitbracht ho.
A kloins Packerl. Schaus fei glei o.
Chef: Ja, Oma!

Chef verschwindet wieder im Bunker und wirft dem Schreibteufel das Päckchen auf den Tisch.
Chef: Dou, pack's as.
Schreibteufel (zu sich): Wenigstens „bitte" könnt er song, der alte Hirnheiner.
Unterdessen schimpft der Chef weiter und stampft am Boden rum.
Da erkennt der Schreibteufel die Wichtigkeit des Inhalts und rennt damit zum Chef.
Chef: Wos wolln's denn scho wieder.
ST: Dou, Chef.
Chef: Wou
ST: Des is ja sagenhaft! Chef! Chef: Wos is sagenhaft?
ST: Na dou, die Fotos! Chef!
Chef: 1 brauch Ideen wie ma des Projekt kaputt machen kann und koi Fotos.
ST: Genau des is des wos Sie wolln, Chef.
Chef: Wouher wolln Sie denn wissen wos ich wüll?

ST: Schaun's es nur o, sehr wichtig, Chef!
Chef: Dann gib halt her, daß'd a Ruh gibst. Chef schaut sich die Bilder an.
Chef: De Sauhund die, genau so hob i mir des a viergstellt, des kennt glatt vo mir sa; ober die Suppn wir i dene nu gscheit versalzn (Chef zeigt mit seinem Finger auf einen älteren Oberteufel). Du, du bist der Gscheitste vo uns, du gehst etz affe und doust die Pläne sabotiern. Ober paß ja af, daß d'Leit scho alle weg san, wenns'd kummst.
Seit jener Zeit ist die vom großen Boß erschaffene perfekte Welt voller Mängel.

mieze

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Re: Teil II EIN BÜCHLEIN ZUM SCHMUNZELN FÜR KRANKE & GESUNDE

Beitrag  mieze am So Mai 03 2009, 17:15

Kapitel VII - Der Baubeginn und die ersten Menschen



Nach Erteilung der Baugenehmigung durch die zuständige Behörde konnte der erste Spatenstich durchgeführt werden. Die Bauarbeiten gingen zügig voran. Dem werten Leser muß versinnbildlicht werden, daß viele, viele Lichtjahre bis zur Fertigstellung des Projektes vergingen. Um genau zu sein, sieben an der Zahl. Nach Beseitigung kleinerer Mängel, z.B. Bayern als Notstandsgebiet, die ständige Bevormundung der Bayern durch die Preußen usw., erteilte die zuständige Baubehörde die Endabnahme.
Auch dem Boß entsprach das fertiggestellte Projekt seinen Vorstellungen.
Um dem Ganzen nun einen würdigen Rahmen zu geben, ließ der Boß ein Inbetriebnahmefest veranstalten. Für die Austragung des Festes wurde eine bekannte Münchner Firma beauftragt. Es wurde ein opulentes Mahl bestellt. Jeder der eingeladenen Gäste bekam zur Erinnerung ein rotes Halstuch. Als harmonischer Abschluß des Festes wurde der bayerische Defiliermarsch gespielt und alle verließen zufrieden das Fest. Noch nach vielen Lichtjahren sprach man von der gelungenen Veranstaltung.
Jahre später wurde der erste Mensch fertiggestellt und in Betrieb genommen. Ein Chefobservator (= Beobachter) hatte die Aufgabe, den Menschen zu beobachten, ob er auch wie gewünscht funktioniert. Alsbald bemerkte er, daß Adam, so hieß nämlich der erste Mensch, schon seit Tagen unbeweglich unter seinem Lieblingszwetschgenbaum lag und apatisch in den sternklaren Himmel starrte. (Dem werten Leser sei versichert, daß die
Früchte dieses Baumes nicht zum Brennen von Slivowitz mißbraucht wurden).
Nachdem er die selbe Beobachtung am nächsten Tag wieder machte, wurde er unruhig und winkte einen Mitengel herbei. Beide schauten verwundert auf den starren Adam, der nur, wenn ihm eine Fliege in die Nase kroch, sie mit einer apatischen Handbewegung verscheuchte.
Mitengel: Du, wenn der morgn nu douliegt, dann sogst es deim Abteilungsleiter.


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Tatsächlich am nächsten Tag lag Adam immer noch in unveränderter Körperstellung am gleichen Ort. Deshalb meldet der Chefobservator diesen Vorfall seinem Abteilungsleiter. Auch dieser konnte sich keinen Reim darauf machen was das zu bedeuten hätte. Also rief er seinen Freund, der ebenfalls Abteilungsleiter auf einer anderen Abteilung war und besprach sich mit ihm, wie der Vorfall nun weiter behandelt werden sollte. Dieser riet ihm den nächsten Vorgesetzten seinerseits Meldung zu machen. Es scharen sich immer mehr Engel um das Fernrohr und beobachten den reglosen Adam. Plötzlich kommt der Leiter der Planungsgruppe A. Er haut sich mit der flachen Hand vor die Stirn.
Ingenieur: Möönsch, wie konnt ich nur!! Wia hob i des ner vergessen kinner: a Wei braucht er! Des is alles.

Eine Planungskorrektur wurde dringend notwendig. Ohne Wissen des Bosses sollte dieser Fehler ausgebügelt werden und deshalb beschloß man, kameradschaftlich die Korrekturen vorzunehmen.
Die Planungsgruppe E arbeitete rund um die Uhr im Labor. Adam wurde eine Rippe entnommen, sie wurde in eine Nährlösung gelegt und durch Zugabe fraulicher Hormone wurde die Grundlage für eine Frau geschaffen. Nach einigen Monaten konnte man bereits die künftigen Konturen erkennen.
Durch eine Malariafliege wurde Adam eine Injektion verabreicht, durch die er einige Zeit in einen langen Schlaf verfiel. Nachdem er wieder wach wurde, lag neben ihm Eva.


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mieze

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Re: Teil II EIN BÜCHLEIN ZUM SCHMUNZELN FÜR KRANKE & GESUNDE

Beitrag  mieze am So Mai 03 2009, 17:21

Kapitel VIII -Die Verführung


Das Paradies war jetzt vollkommen. Alles war da, alles war erlaubt, bis auf eins. Der Baum, den der Boß selber entworfen hat, der außerdem auch die schönsten Früchte trug, von dem war ihnen verboten worden zu essen. Aber sie hatten auch gar kein Verlangen danach, von den Früchten dieses Baumes zu kosten, denn sie hatten hunderte von Apfelbäumen, goldene Delicius, Granni Smith, Boskop um nur ein paar zu nennen. Die Temperaturen kletterten täglich bis auf 30° C; eine ständige Brise sorgte für ständige Abkühlung; die Luftfeuchtigkeit war angenehm bei 60%; der Himmel war immer heiter bis wolkig und erst gegen Mitternacht fielen die Temperaturen bis auf 20° C. Kurz um, die beiden konnten es nicht schöner getroffen haben.
Eines schönen Tages als Eva gerade mit dem schneiden der süßesten Weintrauben beschäftigt war, vernahm sie neben ihrem Ohr ein leises Zischeln.
Als sich Eva umsah, erblickte sie in einem Weinstock eine Kreuzotter hängen.
Otter: Grüß di, Eva, schöne Trauben gibt's des Johr gell?

Eva: Mogst a a boor?

Otter: Na, danke, mir san Meis lieber! Ober jeden Doch Weintraum, also i dat dou vül mehr dras machen!

Eva: Ja wia nacha?

Otter: Drucks in a Fassl eine, daß da Saft assalaft und nacha stells in Sunna und decks zu, daß Flieng niad eine kinner.
Doch doust amal probiern. Des werd af jeden Fall besser schmecker als wennst jeden Doch bloß rohe Weintraum ißt.

Und wie Frauen nun mal bei neuen Rezepten sind, sie müssen es gleich ausprobieren. Und tatsächlich, nach drei Tagen war der erste Federweiße der Weltgeschichte entstanden und blubberte aufs Angenehmste in dem Faß umher.

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Eva: Adam, wia, geh amal her und bring amal zwoa Heferler her, nacha wern mir amal probiern.
Sie schenkten sich eins ein und noch eins und noch eins und noch eins und dann schwanden ihnen die Sinne. Nach drei Tagen Vollrausch erwachten sie wieder. Sie hatten zwar großen Hunger, aber sie konnten sich nicht überwinden, etwas zu essen. Nicht einmal die besten Burgundertrauben regten ihren Appetit an. Und dazu kamen noch stechende Kopfschmerzen und ein unglaublicher Durst. Die hinterfotzige Kreuzotter aber ließ sich in den nächsten zehn Tagen nicht blicken.
Aber am übernächsten Donnerstag machte sich die arglistige Otter an Adam heran.
Otter: Adam, geh amal her, i mou di wos frong.

Adam: Wos nacha?

Otter: Host du scho mal graucht?

Adam: Na, wia geht na des?
Otter: Du zupfst da von der Pflanzen a boor Bladler o und hängst es im Schatten vo dem Äpfelbam af. Na drahst es zamm zu a Zigarrn, so ähnlich wia mas mit die Zigaretten a macht. Und so hatte die Menschheit wieder ein neues Laster gefunden.
Adam lag mit überschlagenen Beinen unter seinem Lieblingszwetschgenbaum und fand sichtlich Vergnügen an der Zigarre.

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Nur wenige Tage später getraute sich die Schlange wieder an Eva heran.
Unterdessen wurde das Geschehen auf der Erde mit Sorge betrachtet, keiner wußte so recht im Himmel was dies zu bedeuten habe.
Otter: Na Eva, wia hom denn die Weintraum gschmeckt?
Eva: Also ich weuß niad recht, acht Dog hot mir der Schedel brummt.
Otter: Naja ich wor mir selber niad ganz sicher, ober etz kriegst du vo mir bloß nu Rezepte, die 100% funktioniern.

Otter: Übrigens, wie isn die neie Herbstmode fir Frauen?

Eva: Wos'n fir a Mode?

Otter: Vorigs Johr hots schicke Hütl gern.

Eva: So was moch der Adam niad.

Otter: Schöne rote Lippen die moch er af jeden Fall, glamas.
Und des schaut schön as und kost nix, weils des fast iberall gibt. Etz geh amal her und reiß vo dem Strauch a boor Bladler unter und dous kauer, ober niad unterschluckn, sonst kriagst Mongweh.
Die Eva folgt jetzt aber immer noch zögernd, weil sie die Geschichte mit dem Federweißen im Sinn hat.
Eva: Nja, wenns'd unbedingt moinst, ober etz is hoffentlich wos Gscheits. Sie folgt der Schlange zu einem Kokabaum und folgt den Vorschlägen der Schlange.

Otter: Etz, schaust amal dei Gsicht in a Quelln a wie du etz asschaust.

Die Eva folgt der Schlange zu einer kleinen Quelle und
betrachtet sich im Spiegel der Wasseroberfläche. Dabei
wäre sie fast in ein
bewunderndes OHH ausgebrochen.

Otter: Sigstes, i moins wirklich nur guat mit dir.
Doch als Eva zu Adam kam, meinte dieser:
Adam: Also schau di mal a, wie host denn du di wieder zugricht?
Otter: Naja, Eva, weußt ja wia Männer san, heit so, morgn so, dou derfst dir gor nix denken dabei.
Otter: Adam, wia geh amal her fir di ho i wos ganz wos guats.
Du mußt dir etz in dei Zigarrn immer a boor Hanfstengl vo dou drim mit eine dou, du glaubst niad, wia guat daß dir dann geht.
Adam folgte der Kreuzotter, der mistigen und rauchte ab jetzt nur noch Tabak mit Hanf.
Vor lauter Vergnügen klapperten die Kiefer der Kreuzotter. Denn sie hatte das Gefühl, auf dem richtigen Weg zu sein.

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Otter: Geh Adam, etz gehst amal zu dem Apfelbaum und ißt a boor vo dene Äpfel dou.
Adam: Ober des is doch der, den mir niad alanger derm.
Otter: Ah, Krampf, warum sollst denn die niad alanger, wenns guade Äpfel san, des is doch bloß
desweng, weil der Alt selber essen wüll.
Zwoa mehr oder wenger falln da iberhaupt niad af.
Und im Drogenrausch wankt Adam Richtung Apfelbaum und reißt sich zwei schöne große Äpfel runter, einen für sich, einen für Eva.
Adam: Also ma mou einfach Courage hom, so wos guads.

Etz kennt mi richtig ärgern, daß' es niad scho früher gmacht ho. Ja nacha is ma halt immer gscheider.
Und tatsächlich gehen Adam jetzt sofort die Augen auf. Er wird sich bewußt daß er nackt ist und bedeckt sich mit zwei Tabakblättern. Und für seine Eva besorgte er gleich drei.


mieze

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Re: Teil II EIN BÜCHLEIN ZUM SCHMUNZELN FÜR KRANKE & GESUNDE

Beitrag  mieze am So Mai 03 2009, 17:23

Kapitel IX - Die Ausweisung



Mit gerunzelter Stirn umkreist der Boß in der 777. Etage des Bürohochhauses seinen Schreibtisch. Er wählt immer wieder dieselbe Nummer am Telefon, doch leider ist immer wieder besetzt.

Boß: Mit wem telefoniert er denn scho wieder so lang?
Er knallt den Telefonhörer wieder auf die Gabel. Nach drei weiteren Versuchen kommt er endlich durch.
Boß: Na endlich!! Mit wem telefonieren Sie denn so lange? Kommen Sie sofort mit dem Mann vom Werkschutz zu mir.
Kurze Zeit danach bringt der Vorzimmerengel die beiden herein.
Boß: Nix als saffen und rauchen. 1 kammer scho denken, wer des dene wieder beibracht hat.
1 hommer ja glei vo Anfang a denkt, daß des nix gscheits wird. Ober na, hom müssen's es!!!
Also, Sie wissen, was das heißt, gemäß § 169 Abs. 2c HV gibts dou drin koin Blotz mehr fir sie.
Also Sie wissen was Sie zu tun haben. Bittegleich; und wenn i „glei" sog, dann moin i sofort!!!!!
Der Erzengel Gabriel ist dabei, seinen Auftrag auszuführen. Der Mann vom Werkschutz führt die beiden, Adam und Eva ab, gefolgt mit flammenden Schwert von Erzengel Gabriel.
Gabriel: Niad umdrahn, zougeh.
Adam und Eva lassen, sich ihrer Schuld bewußt, die Köpfe hängen.
WM: Gell, dou laßts Lätschen hänger. Geht's ner zou.
Und scheppernd fällt das Gartentor hinter den ersten Menschen ins Schloß.
Ganz belämmert sehen sich die beiden ihre neu Umwelt an. Das einzige, was in unmittelbarer Nähe wächst, sind Disteln, ein ehemaliges Fichtenwäldchen streckt seine nackten Stämme empor. Überall ein Mords Verhau. Tiere sind keine zu sehen, bis auf einige wenige Ratten, die so groß sind wie Hasen. Ansonsten herrscht weit und breit eine Totenstille.

Als erstes stechen sich die beiden die Stachel von Disteln in die Füße. Nach einiger Zeit Fußmarsch bekommen die beiden Hunger, doch weit und breit ist nichts Eßbares aufzufinden. Wie einfach war's doch noch im Paradies, als man sich im Liegen noch die schönsten Früchte von den Bäumen pflükken konnte.

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Re: Teil II EIN BÜCHLEIN ZUM SCHMUNZELN FÜR KRANKE & GESUNDE

Beitrag  mieze am So Mai 03 2009, 17:26

Kapitel X - Erfolge werden gern gefeiert



Während die ersten Menschen schwer betrübt sich durchs Leben schlagen und die oberen Etagen auch nicht besonders glücklich über den Verlauf des Projektes sind, so gibt es doch jemanden, der sich freut und allen Grund hat, ein Fest zu feiern, das sind die Bewohner der unteren Geschosse.
Der Chef hat heute seine Spendierhosen an. Selbst seine Großmutter lädt er zu dieser Feier ein.
Chef: Eigentlich bist ja du dra schuld, daß des alles so guat klappt hot. (Bemerkte er und sagte somit das erste und wahrscheinlich letzte Mal die Wahrheit. Anm. d. Red.)
Die Oma fühlt sich dadurch von ihrem Enkel geehrt und verspricht, sich in der Küch um ein Festmahl anzunehmen.
Nach einiger Zeit erkundigt sich neugierig der Enkel in der Küche bei seiner Oma, was es denn alles gutes gibt.

Oma: Manner hom in d' Kucher nix zum souchen.
Trotzdem fühlt sie sich geschmeichelt und läßt ihn überall kosten. Der Chef verdreht seine kaninchenroten Augen und meint...

Chef: Guat, ach is des guat, wos is den des?
Oma: Naja, dir soch es, ober niad weiter song, des san Fliegenschwammer und Knollenblätterpilze, im eigenen Sud.
Danach schiebt sie ihren Enkel zur Türe hinaus. Planlos rennt dieser jetzt durch seine Abteilungen. Weil er momentan gerade nichts besseres zu tun hat, schaut er amal in die Funkerstube hinein. Er gibt sich leutseelig und will wissen, was es Neues gibt. Niemand macht eine wichtige Meldung.

Funkulus: I wisset nix!
Chef: Ober i wisset wos, wos heit zum Fest zum Essen gibt.
Funkulus: Wos

Funker 2: Wos nacher?
Funker 3: Wos denn?
Chef: Wos ganz wos guats, wos mei Oma kocht hot. Funker: Wos denn??????????
Chef: Werds es oworten kinner.
Anschließend klemmt der Chef seinen Schwanz ein und geht wieder.
Endlich ist es soweit und der große Augenblick ist gekommen. Das Fest beginnt. Alle stürmen in den großen Saal und der Geifer läuft ihnen aus den Mundwinkeln. Der Etikette wegen hat der Chef angeordnet, Servietten und Besteck aufzulegen, doch keiner wußte so recht was damit anzufangen. Vergessen hat er jedoch, anzuordnen, daß jeder saubere Fingernägel haben sollte. Reihenweise gibt es Verletzte, da sich die Tischnachbarn gegenseitig mit Messern und Gabeln kratzten und stechen. Im Nu war der Erste-HilfeKasten leer.
Nachbar 1: Du Depp, du kannst doch d' Suppen niad mit die Hend fressen. Sicher wird auch der Leser daran interessiert sein, was es alles Gutes gab:
Apperitif: E 605
1. Gang 1 Maßkrug Rübenschnaps
5 faule Eier mit Schwefelduft Pilzsuppe ä la Borgia
2. Gang gefüllte Skorpionschwänze Klapperschlangenschwänzchen in Knoblauchcreme Yellow Agent
3. Gang Jeder konnte soviel essen und trinken, bis sich die Hörner verbogen und verfärbten.
Nach nicht allzu langer Zeit ist ein rauschendes Fest im Gange. Den meisten, auch dem Chef, hängen die Hörner schon runter. Im Suff beißt der eine dem anderen in die Hand. Die meisten Gespräche befinden sich schon einen Meter unter der Tischplatte.
Noch nicht einmal zwei Stunden ist es her, als der Chef in seiner Ansprache künftige Schläge gegen die Erde geplant hat und schon wieder tief in der Planung steckt,
genauso wie das erste Mal. Doch muß er leider auch einige übereifrige Trinker tadeln, die schon nach den ersten zehn Minuten seiner Ansprache besoffen unterm Tisch lagen.


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Re: Teil II EIN BÜCHLEIN ZUM SCHMUNZELN FÜR KRANKE & GESUNDE

Beitrag  frecheHexe am Do Mai 07 2009, 10:50

kreeeeeeeeeeeeeeeeeeiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiisch....
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